Caprolactam-Synthese

Die Caprolactam-Synthese ist das Kernstück unserer Produktion. Im klassischen Verfahren gelangt man durch Oximierung von Cyclohexanon mit Hydroxylammoniumsulfat zu Cyclohexanonoxim, das durch Beckmann Umlagerung mittels Oleum zu Caprolactam umgewandelt wird.
Neben einer kontinuierlichen Prozessüberwachung und Endprüfung weiterer Qualitätsparameter wird für Trenduntersuchungen eine Caprolactam-spezifische GC-Analytik (Gaschromatographie) eingesetzt. Dieses Untersuchungsverfahren ermöglicht es, Spurenverunreinigungen in Art und Menge zu identifizieren.

Transport & Verpackung:

Caprolactam wird in flüssigem Zustand in wärmeisolierten beheizbaren Eisenbahnkesselwagen, Containern und Straßentankwagen aus Edelstahl bei Temperaturen von 75-90 °C unter N2-Atmosphäre (O2-Gehalt unter 50 ppm) transportiert. Caprolactam in festem Zustand wird in Schuppenform (Flakes) in wasserundurchlässigen 25 kg Polyethylen-Säcken verpackt. Die Polyethylen-Säcke werden 10/12-lagig auf Paletten verladen, mit Stretchfolie umwickelt und haben ein Nettogewicht von 1,00 / 1,25 / 1,50 t . Für den Überseetransport werden in der Regel 40 Fuß-Container (max. Ladegewicht 24t) eingesetzt. Caprolactam in festem Zustand muss vor direkter Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit geschützt werden.

Lagerung:

Die Lagertemperatur darf 45 °C nicht überschreiten

Verwendung:

  • Polyamid 6 Granulat für
  • Spinnfasern
  • Textilgarne
  • Folien
  • Compounds
  • Guss-Polyamide
  • N-Methylcaprolactam

Spezifikation von Caprolactam

Prüfmerkmal

Grenzwert

Prüfmethode

Permanganatabsorptionszahl

max. 5

ISO 8660

Flüchtige Basen

max. 0,5 meq/kg

ISO 8661

UV-Extinktion bei 290 nm

max. 0,05

ISO 7059

Erstarrungspunkt

min. 69 °C

ISO 7060

Wasser

max. 0,05 %

ISO 760

Farbe

max. 5 Hazen

ISO 8112

Alkalität bzw. Acidität

max. 0,05 meq/kg

83-076