Während eines Rundganges durch das Besucherinformationszentrum der InfraLeuna informierte Dr. Christof Günther die Besucher über die Geschichte, Entwicklung und Perspektiven des traditionsreichen Chemiestandortes. „Der königliche Besuch am Chemiestandort Leuna macht uns außerordentlich stolz. Für die InfraLeuna und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es eine ganz besondere Würdigung, dass sich das belgische Königspaar über die positive Entwicklung und die Zukunftsperspektiven unseres Chemiestandorts informierte“, so Dr. Christof Günther. „Nach einer tiefgreifenden Restrukturierung und Modernisierung setzt Leuna heute Maßstäbe für die europäische Chemieindustrie in punkto Wettbewerbsfähigkeit und Wachstumsorientierung. Die belgische DOMO übernahm im Jahr 1994 den Caprolactam-Bereich der Leuna-Werke und entwickelte ihn zu einem einzigartig integrierten Polyamid-Hersteller. Daher freuen wir uns, die guten Beziehungen mit Belgien weiter zu vertiefen.“

In dem anschließenden Gedanken- und Erfahrungsaustausch unter Leitung des Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff ging es hauptsächlich um das Thema „Der wirtschaftliche Transformationsprozess nach der Wiedervereinigung.“

„Sachsen-Anhalt hat nach 1990 den schwierigen Transformationsprozess hervorragend bewältigt. Das gilt insbesondere für die Chemieindustrie. Chemieparks wie in Leuna sind dafür das beste Beispiel. Hier finden Unternehmen hervorragende Standortbedingungen. Es freut mich, dass dies auch viele ausländische Unternehmen wie DOMO Chemicals erkannt haben. Investitionen aus dem Ausland sind eine wichtige Triebfeder unserer Wirtschaft. So hat der Standort Sachsen-Anhalt auch weiter eine gute Zukunft“, betonte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff.

Während einer Rundfahrt über das Gelände erhielten die Gäste einen eindrucksvollen Überblick des heutigen Chemiestandortes Leuna. Den Abschluss des königlichen Besuches in Leuna bildete ein Rundgang durch die 2018 eröffnete Produktionsanlage der DOMO für hochwertige Polyamid-Folien. Jan De Clerck und seine Gattin Martine Van den Weghe begrüßten Ihre Majestäten persönlich an diesem Produktionsstandort der DOMO: „Für DOMO Chemicals als auch für mich persönlich ist es eine außerordentliche Ehre, dem König und der Königin der Belgier unsere moderne Folienanlage zeigen zu dürfen. Vor 25 Jahren siedelte sich DOMO, seither mit belgischen Wurzeln, am Chemiestandort Leuna an und investierte über 650 Millionen Euro am Standort. Mit über 600 Mitarbeitern in Leuna zählt DOMO zu den größten Arbeitgebern der Region“, so Jan De Clerck.

In the InfraLeuna visitor information centre, Dr. Christof Günther gave the guests an insight into the history, development and prospects of Leuna as a chemical location. Photo: LxPress

Über DOMO Chemicals

DOMO Chemicals ist ein führender, vollintegrierter Anbieter von hochqualitativen Materialien und Lösungen mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit, wie beispielsweise dem ökologischen ECONAMID®-Sortiment an technischen Kunststoffen. Das Unternehmen bietet weltweit ein umfangreiches Portfolio an Nylon-6-Zwischenprodukten, Nylon-6-Harzen, technischen Kunststoffen, Düngemitteln, Verpackungsfolien und anderen petrochemischen Produkten. Die innovativen Lösungen und Dienstleistungen von DOMO bedienen die Branchen Automobil, Lebensmittelverpackung, Medizin, Pharmazie, Landwirtschaft, Chemie und Elektronik. DOMO erzielt heute einen Jahresumsatz von ca. 900 Mio. Euro mit ca. 1100 MitarbeiterInnen. Weitere Informationen zu DOMO Chemicals unter www.domochemicals.com.

Hintergrund Chemiestandort Leuna

Der Chemiestandort Leuna steht für Dynamik, Innovationskraft und höchste Effizienz. Sowohl internationale Konzerne als auch mittelständische Unternehmen investierten seit 1990 über sechs Milliarden Euro in den Standort, der im Jahr 2016 sein 100-jähriges Jubiläum feierte. Leuna gehört heute zu den Top-Adressen für moderne Chemie in Europa.
Die stoff- und energiewirtschaftlichen Verflechtungen, eine leistungsfähige Infrastruktur sowie die strategisch hervorragende Lage im Herzen des Kontinents sind entscheidende Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Stärke des Standorts. Dafür stehen nicht zuletzt rund 10.000 Menschen  in über 100 Unternehmen und eine Produktion von jährlich zwölf Millionen Tonnen Gütern am Standort.

Aus der langen Tradition der chemischen Industrie in der Region speist sich zudem eine enge Verbundenheit mit den Menschen, die hier leben und arbeiten. Fachkräfte, die an den hiesigen Hochschulen und Universitäten lehren und lernen, sichern die Innovationskraft der Unternehmen.
Das Produktionsprofil des Standortes ist vielschichtig. Eine höchst flexible und effiziente Infrastruktur erlaubt traditionelle Massenchemie ebenso wie Aktivitäten im Bereich der Spezialitätenchemie, die für zahlreiche Unternehmen zunehmend in den Fokus rücken. Während die Anbindung an die Raffinerie und das überregionale Pipelinenetzwerk die vorteilhafte Versorgung mit essenziellen Rohstoffen sichern, bieten Forschungseinrichtungen vor Ort passfähige Strukturen für die Entwicklung hochspezifischer Produkte. Die ansässigen Unternehmen profitieren von einem ausgebauten und komplexen Stoffverbund, der Synergien fördert.

Die konsequente Umsetzung des Chemieparkkonzeptes, mit der InfraLeuna GmbH als unabhängigem Betreiber aller Infrastrukturen, sichert die Synergien des Chemiestandortes Leuna und bietet die Rahmenbedingungen für eine kostenoptimierte und effiziente Produktion der Standortfirmen.
Das umfassende Angebot der InfraLeuna besteht aus der redundanten Bereitstellung von Dampf, Strom, Frisch- und Trinkwasser sowie der Abwasserentsorgung und weiteren Dienstleistungen. Auch komplexe Logistikleistungen werden bereitgestellt. Die Eigentümer der InfraLeuna sind ausschließlich ansässige Unternehmen, die eigene Anlagen am Chemiestandort betreiben. Im Vordergrund stehen stets der Geschäftserfolg für die Kunden und die Weiterentwicklung des Chemiestandortes als Ganzes.

Ansprechpartner bei DOMO Chemicals

Ansprechpartner InfraLeuna GmbH

Martin K. Halliger | Pressesprecher
Am Haupttor
06237 Leuna
Tel.: (03461) 43 – 44 35
m.halliger@infraleuna.de